Was ist ein Produktkonfigurator?

Ein Produktkonfigurator unterstützt das Zusammenfügen von Produkten aus Komponenten. Diese Komponenten können Bauteile, kombinierbare Einzelprodukte, Optionen oder auch Dienstleistungen sein. Diese Komponenten können über den Konfigurator ausgewählt und miteinander kombiniert werden. Bei dieser Selektion werden die Eigenschaften der Komponenten auf Kombinierbarkeit geprüft. Grundlage dieser Prüfung sind Konfigurationsregeln, auf die der Produktkonfigurator zugreifen kann. Die Konfigurationsregeln bestimmen somit die Anzahl der Konfigurationsmöglichkeiten.

Konfigurationsregeln

Wie aus der Definition zu Erkennen ist, funktioniert ein Produktkonfigurator nur, wenn für die vorhandenen Komponenten Kombinationsregeln angelegt werden. In der Praxis werden meist Regeln in drei Bereichen definiert.

Klassenbezogene Regeln

Dies sind Regeln, die bestimmen, welche Komponentenklassen zusammengefügt werden dürfen. Beispiel:   Klasse "Felgen" ist kombinierbar mit Klasse "Reifen".

Eigenschaftsbezogene Regeln

Dies sind Regeln, die bestimmen, welche Eigenschaften der Komponentenklassen auf welche Weise miteinander kombinierbar sind. Beispiel: "Felgenbreite außen" ist kombinierbar mit "Reifenbreite innen".

 

Produktkonfiguration - Festlegen der Kompatibilität von Klassen

 

Allgemeine Logik

Hinzu kommen meist allgemeine Regeln, die der Komponentenklasse oder Eigenschaft übergeordnet die Zulässigkeit von Kombination einschränkt.

Beispiel:

Produkt ist vollständig definiert, aber der aus der Kombination aller Komponenten sich ergebende Gesamtgewicht ist zu hoch z.B. wegen Logistikkosten. In diesem Fall kann die Regel die gesamte Konfiguration abschließend verwerfen.

Hohe Variantenmenge - ab wann werden Produktkonfiguratoren benötigt?

Produktkonfiguratoren werden immer dann benötigt, wenn die Anzahl der möglichen - und benötigten - Produktvarianten durch die Vielfalt der Kombinationsmöglichkeiten der Komponenten und deren Eigenschaften zu hoch ist.

Dieser Zustand kann relativ schnell eintreten, wie dieses Beispiel zeigt:

Nehmen wir an, ein Produkt besteht aus mehren miteinander kombinierbaren Komponenten, von denen jede wiederum eigene Variationen haben kann.

Um einen Eindruck von der resultierenden Menge möglicher Produkte zu erhalten, hier einige Szenarien.

Beispielrechnungen:

Produkt besteht aus 3 Bauteilen, von denen jedes 4 Variationen hat: 4³ = 64

4 Bauteile mit 5 Variationen: 5⁴ = 625

5 Bauteile mit 5 Variationen: 5⁵ = 3.125

6 Bauteile mit 5 Variationen: 5⁶ = 15.625

7 Bauteile mit 5 Variationen: 5⁷ = 78.125

In unserem Beispiel ist nicht berücksichtigt, dass die Anzahl der möglichen Variationen einer Komponente durchaus wesentlich höher als die hier angenommenen 5 liegen können. Spinnt man das Beispiel also weiter, wird klar, dass komplexe Produkte aus mehreren Komponenten, die jeweils mehrere sich unterscheidende Eigenschaften haben, nicht als Einzelprodukt pflegbar und auch nicht darstellbar sind und damit die Erzeugung von Produkten durch Produktkonfiguration unausweichlich machen. Kein Unternehmen kann oder möchte tausende oder hunderttausende möglicher Variationen nur eines Produkts manuell anlegen, Pflegen und gegebenenfalls für den internationalen Markt übersetzen.

Datenpflege - was muss gepflegt werden?

Wenn Produkte durch einen Produktkonfigurator aufrufbar gemacht werden, so reduziert sich der Pflegeaufwand für das Unternehmen auf die saubere Definition der Produktkomponenten und auf die Erstellung des Regelwerks für deren Kombinierbarkeit. Für diese Aufgabe gibt es spezielle Unternehmenssoftware, die nur für die Erfassung von Daten für Produktkonfiguratoren konzipiert wurde. Die Software zur einfachen Pflege von Komponenten und den Regeln für den Konfigurator ist gleichsam das Kernstück im Prozess der Produktkonfiguration.

Beispielsoftware:

Datenausgabe in Shop oder Webseite

Liegen die Daten wie beschrieben vor, dann kann ein Produktkonfigurator innerhalb eines Webshops oder auf einer Webseite dem Kunden oder dem Verkaufsmitarbeiter die möglichen Produktkomponenten vorschlagen, auf deren Auswahl reagieren und schießlich das gewünschte Ergebnis summiert darstellen - und zur Bestellung anbieten.

 

Produktkonfiguration: kompatible Komponenten anhand von Klassen finden

 

Sonderfall: Beispielprodukte zur Darstellung

Um Kunden eine Vorstellung von den möglichen Endprodukten einer Produktkonfiguration geben zu können, ist es in manchen Fällen nicht uninteressant, Beispielvarianten darzustellen. Stellt sich die Frage, wie solche Beispielprodukte sinnvoll automatisiert generiert werden können? Ein Ansatz zur Lösung dieses Problems ist das manuelle eingrenzen der Variationen. Mit Bezug auf unsere Beispielrechnung oben würde das bedeuten, dass man Software gestützt angibt, dass nur das Produkt aus 4 Bauteilen mit je 2 Variationen pro Bauteil angezeigt wird = 2⁴ = 16. Diese Anzahl Produktvariationen ist auf einer Webseite, in einem Produktkatalog oder in einem Datenblatt darstellbar.

Beispielprojekt für dieses Szenario: Thermokon Sensortechnik

Vorteile von Produktkonfiguratoren

Produktkonfiguratoren sichern Produzenten und Händlern Vorteile im Wettbewerb - sowohl im Internet-Handel als auch im klassischen Vertrieb.

  • Vereinfachung der Konfiguration von Produkten in Entwicklung, Vertrieb und Internet.
  • Suchen und Finden von kompatiblen Komponenten wird schneller.
  • Auch komplexe Produkte können vom Kunden selbst konfiguriert werden.
  • Das Expertenwissen über zusammenpassende Komponenten kann multipliziert werden.
  • Angebote passen optimal auf die Bedürfnisse des Kunden.
  • Die Kundenzufriedenheit wird erhöht.
  • Entlastung des Vertriebs.

Beispiele für Produktkonfiguratoren

Für Endkunden:

  • Automobilkonfigurator
  • Fahrradkonfigurator
  • PC-Konfigurator
  • Möbelkonfigurator

In Unternehmen:

  • Produktkonfiguration in der Produktentwicklung
  • Produktkonfiguration im Produktdesign
  • Produktkonfiguration in der Fertigung
  • Produktkonfiguration im Baugewerbe

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