Produktkonfiguratoren - mit wenigen Mausklicks zum individuellen Produkt


Produktkonfigurator ist nicht gleich Produktkonfigurator – sondern die Entscheidung über Sieg oder Niederlage bei der Neugewinnung von Kunden




Individualität: einmal in den Warenkorb bitte

Der Anspruch an die eigene Individualität macht sich heute besonders beim Kaufverhalten bemerkbar – Produkte von der Stange sind in manchen Bereichen und bei einigen Käufergruppen nicht beliebt, ein Produkt soll seinen individuellen Touch haben und im besten Fall ein Unikat sein.
Anbieter sollten auf dieses Bedürfnis reagieren und ihren Kunden Einzigartigkeit mit wenigen Mausklicks bieten.
Doch was für den Kunden dann kinderleicht wirkt, erfordert viel Vorarbeit. Daher wollen wir einen Blick auf diesen Hintergrundprozess werfen.
Produktkonfiguration, Variantenkonfiguration und Konfigurationssoftware sind die grundlegenden Werkzeuge für das einzigartige Kauferlebnis eines Kunden.


Das kleine Einmaleins des Konfigurierens

Aber erst einmal kurz „back to the basics“: Das Wort „Konfiguration“ stammt von dem lateinischen Wort „configurare“ und bedeutet „anpassen“. Konfigurationen sind also dazu da, Objekte anzupassen – nach Möglichkeit so, dass sie optimal zur Anforderung beziehungsweise zu den eigenen Wünschen passen.
Allgemein gesagt, beschreibt die Konfiguration also das Einrichten und Erstellen von Produkten und das administrative Verwalten dieser Produkte.

Im Bereich der Produkt- und Variantenkonfiguration konfiguriert man im Hintergrund, also im Administrativen Backend, sowie im Vordergrund, also auf der Benutzer- oder Kundenseite:
Die Konfigurationssoftware ist das Grundgerüst für die Produkt- und Variantenkonfiguration. Sie ermöglicht die Erstellung von Grundkonfigurationen und die Verwaltung möglicher Parameter, über die sich ein Produktobjekt vom Kunden anpassen lassen soll.
Produkt- und Variantenkonfiguratoren sind also Werkzeuge, um Produkte für eine End-Software (Onlineshop, Webshop, 3D Simulation usw. ) passend zu gestalten.

Bevor wir uns die einzelnen Schritte der Konfiguration anschauen, vorweg eine Definition, die im Folgenden wichtig sein wird:
Ein Attribut ist ein Merkmal, welches einem Produkt zugeordnet wird. Das ist notwendig, um Produkte definieren zu können. Man ordnet einem Produkt eine Menge von Attributen zu, um ihm einen eindeutigen Platz in der Konfiguration zuzuordnen. Diese können Größe, Farbe, Material, Texturen o.ä. prägnante Merkmale eines Produktes sein.

Den Produktsimulator, mit dem der Kunde am Ende experimentiert, wird von dem Produkt- und Variantenkonfigurator in drei Schritten erzeugt:

Im ersten Schritt werden Strukturen und Regeln festgelegt, im zweiten erfolgen die Arbeiten an den einzelnen Produkten und im dritten das Erzeugen der Zusammenhänge zwischen den Produkten bzw. Komponenten. Die einzelnen Arbeitsschritte lauten wie folgt:

1.Festlegen von Struktur und Regeln

  • Struktur und Attribute erfassen,
  • Attribute strukturieren (Klassen bilden),
  • Matching und Abhängigkeiten von Attributen festlegen,
  • Vererbung von Matching und Abhängigkeiten,
  • Einstellen der individuellen Konfigurationsregeln.

2. Feinschliff der Produkte & ihrer Infos

  • Komponenten (Produkte, Teile) klassifizieren,
  • Komponenten-Attribute mit Werten (technischen Daten, Farben usw.) füllen.

3.Zusammensetzen der passenden Produkte

  • Komponenten nach Eigenschaften filtern (Attribut-Filter),
  • Ausgeben von kompatiblen Produkten,
  • Kompatible Einzelteile in einem Gesamtauftrag bestellen.


Das sind die grundlegenden Schritte des Vorkonfigurierens – danach fällt keine zeitintensive Pflege der Produkte mehr an.
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Sind diese Pflegeschritte erledigt, ist der Konfigurator bereit, um Unterschiedliches Einkaufsverhaltenonline zu gehen und der Kunde kann sich sein neues Lieblingsprodukt per Simulation zusammenstellen.

Ein Fahrradhändler und sein Traum von einem Produktkonfigurator


Um sich das alles in der Praxis vorstellen zu können, begleiten wir einen fiktiven Fahrradhersteller auf seinem Weg zu einem Konfigurator. Dieser Händler vertreibt seine Fahrräder bisher lokal und will online gehen. Jetzt bietet er nicht Fahrräder von der Stange an, sondern die Möglichkeit seinen Kunden sich individuelle Varianten zusammenzustellen. Um alle Varianten, inklusive Preise, sichtbar machen zu können, braucht der Händler einen Produktkonfigurator.
Hat sich der Händler für ein passendes System entschieden, müssen alle Produkte (Inklusive Artikelnummer, Bilder und allen wichtigen Informationen) in das System eingepflegt werden. Das nimmt Zeit in Anspruch. Aber danach fällt nur noch minimale Datenbankpflege an – nämlich, wenn sich Produkte ändern, aus dem Sortiment gehen oder der Händler sein Angebot erweitert. An der Struktur und der Hierarchie wird keine Änderung vorgenommen.


Im Idealfall arbeitet der Hersteller oder Händler auch mit Bildern, Animationen und 3D-Effekten – der Kunde soll sich sein Fahrrad nach Wünschen selbst zusammenstellen und es am besten auch sofort sehen können. Das Shoppingerlebnis wird für den Kunden somit individueller und bleibt ihm auch im Gedächtnis. Schließlich war er der „Schöpfer seines Fahrrades“. Mithilfe eines ausgezeichneten und passenden Produktkonfigurators kann der Kunde alle beliebigen Szenarien durchspielen und hat sein Lieblingsprodukt direkt vor Augen. Wichtig ist auch der Endpreis; Sonderwünsche können zusätzliche Kosten verursachen und sollen den Kunden nicht abschrecken. Daher sollte ein Produktkonfigurator auch immer Preise mit einkalkulieren und dem Kunden sofort anzeigen.
Ist der Kunde nun mit Fahrrad und Preis zufrieden, so speichert der Produktkonfigurator diese Variante. Nun liegt der letzte Schritt beim Kunden – ob er das Produkt bequem via Internet bestellt oder lieber einen Termin vor Ort mit den Händler ausmacht.

Produktkonfiguration ist im Möbelhandel ein „must have“

Doch nicht nur bei speziellen Produkten wie Fahrrädern lohnt sich ein hochwertiger Produktkonfigurator – der Wunsch nach einem Unikat macht auch vor deutschen Wohnräumen nicht halt.
So individuell wie der Modegeschmack eines Menschen ist auch sein Bedarf an Stauraum. Händler und Hersteller bieten schon lange individuelle Möglichkeiten zur Gestaltung des eigenen Kleiderschrankes – diese müssen jedoch auch an den Mann gebracht werden.
Eye-Catcher kann dabei ein passender Produktkonfigurator sein, bei dem der Kunde kostenlos und unverbindlich seine verschiedenen Vorstellungen ausprobieren kann und im Idealfall von den dargestellten Produkten überzeugt wird.

Produktkonfiguration eines Schranks mit Preiskalkulation

Die Vorteile sind für Händler und Kunden prägnant:

Der Händler:

  • sortiert und katalogisiert seine Produkte und ihre Varianten intern,
  • muss nicht alle Varianten lokal im Laden zur Veranschaulichung aufgebaut haben,
  • bietet seinen Kunden ein individuelles Kauferlebenis


Der Kunde:

  • kann bequem von zu Hause aus seine Vorstellungen realisieren,
  • bestimmt alles selbst – vom Korpus, über die Innenausstattung bis hin zum Türgriff,
  • weiß bei der Recherche welcher Händler für ihn infrage kommt.
  • Konfigurationen und ihre SpielartenProduktkonfiguration - Umsatzsteigerung


Da Konfiguratoren im eCommerce mittlerweile eine gewisse Verbreitung haben, haben sich auch innerhalb der Konfiguratoren unterschiedliche Klassifikation gebildet:

  • Bei pick-to-order (PTO) sucht sich der Kunde ohne Unterstützung eines Produktkonfigurators seine Produkte im Webshop und muss die Beziehung zwischen den Produkten selbst erkennen. Der Kunde sucht sich vom Pedal bis zum Lenker alle Teile selbst zusammen und hat keine Vorgaben. Dabei schließen sich keine Produkte gegenseitig aus,  so könnten Teile fehlen oder doppelt bestellt werden.


  • Die configure-to-order (CTO) gibt dem Kunden die Relationen der einzelnen Produkte vor. Dadurch wird der Kunde eingeschränkt, jedoch werden alle Bestandteile eines Fahrrades dem Kunden angezeigt und er kann keine Produkte doppelt kaufen oder Teile vergessen.


  • Die assemble-to-order (ATO) ist eine Unterklasse der CTO und eine nicht so strenge Art der Abhängigkeiten von Relationen. Einzelteile sind genau definiert und  beim Händler vorrätig. Der Kunde stellt sich auch hier sein Fahrrad nach Vorgabe zusammen und hat keine außergewöhnlich lange Lieferzeit.


  • Die make-to-order (MKO) ist strenger als die ATO. Dabei sind nicht alle Produkte beim Händler vorrätig sondern werden für den Kunden teils extra bestellt. Teilweise werden die Produkte erst gefertigt und machen sich bei dem Kunden nur in einer längeren Lieferzeit bemerkbar. Hier liegt oft eine Variantenkonfiguration vor.


  • Bei der engineer-to-order (ETO) handelt es sich um einen Sonderfall und tritt selten bei handelsüblichen Produkten auf. Der Kunde hat dabei eine Vorstellung seines Endproduktes mit teilweise unbekannten Produktelementen. Der Hersteller entwickelt selbst diese Elemente, wenn er dazu in der Lage ist, oder konsultiert Externe für die Entwicklung.


All diese Spielarten fallen dem Kunden bei der reinen Zusammenstellung seines zukünftigen Lieblingsproduktes nicht auf, sondern machen sich bei dem Preis (eine Sonderanfertigung kostet mehr als ein vorliegendes Produkt) und der Lieferzeit (wenn spezielle Teile über einen Zulieferer bestellt werden) bemerkbar.

Passender Produktkonfigurator hängt von Zielgruppe & Produktpalette ab

Doch was ist die ideale Produktkonfiguration für welchen Händler oder Hersteller? Ein gut informierter Nutzer einer solchen Software analysiert zuerst sein eigenes Unternehmen und macht sich ein Bild davon, was er für seine Produkte benötigt. Als zweite Maßnahme muss er wissen wer seine Produkte kauft, an wen er sie verkaufen will, wie sich seine Käufer im Internet verhalten und welche Informationen diese für eine Kaufentscheidung benötigen.

Unterschiedliches Einkaufsverhalten wird schon sichtbar, wenn man sich anschaut, wie Mann oder Frau in einem Webshop vorgehen:

Beide Geschlechter setzen auf Erfahrungswerte und Rezensionen von Kunden – ein Händler wird nichts negatives über seine Produkte veröffentlichen, und neutrales Feedback ist für Mann und Frau grundlegendes Auswahlkriterium.

Geht es um die Darstellung der Produkte werden Unterschiede deutlich:

Frauen achten vermehrt auf die Art der Präsentation – eine Webseite muss ein gutes und stimmiges Design haben. Dazu sind redaktionell gut verfasste Texte zu den Produkten und hochwertige Fotos wichtige Details für das weibliche Geschlecht.

  • Inspirierende Gestaltung / Ästetik
  • Anwendungsbeispiele
  • Übersicht und Sortimentsvielfalt
  • Emotionalität
  • Private Empfehlungen
  • Kundenbindungsprogramme
 


Zweitrangig ist für Männer der Gesamteindruck – sie gehen gezielt auf die Suche nach Informationen über das Produkt und wollen das reine Informationsbedürfnis stillen. Ausführliche Produktinformationen sind vorrangig bei der Kaufentscheidung.

  • Warenpräsentation großzügig
  • Technische Informationen
  • Vergleichsberichte und Tests
  • Innovative oder Qualitätsprodukte
  • Expertenwissen
 


Bei dem Besuch von einigen geschlechtsspezifischen Webseiten werden diese Ergebnisse auch für einen Laien schnell bestätigt:

Auf den Webseiten zweier bekannter Automobilhersteller kann sich der Kunde sein Lieblingsauto selbst zusammenstellen. Bilder sind nur bei der Auswahl des Autos und der Innenausstattung vorhanden. Klar im Vordergrund stehen die ausführlichen technischen Details und der Preis, der bei der Auswahl separat angezeigt wird und schon während der Zusammenstellung im Gesamtpreis eingeblendet wird.

Für Frauen sind dagegen die Konfiguratoren eines Möbelhauses und eines Luxus-Kinderwagenherstellers ansprechender. Im Fokus stehen klar und deutlich hochwertige Bilder der Produkte, mit der Option das zukünftige Endprodukt aus allen Perspektiven, mittels 3D-Funktion, zu sehen. Informationen und Preise zu den Produkten sind vorhanden, spielen aber – erst einmal - eine untergeordnete Rolle.

Welcher Produktkonfigurator also der richtige ist, hängt stark mit den Produkten zusammen:


Technische Produkte punkten nicht durch Aussehen, sondern durch Können. Daher müssen alle wichtigen Informationen auf den ersten Blick erkennbar sein. Produktkonfiguratoren bieten eine erste Anlaufstelle, um sich mit dem Produkt vertraut zu machen, die Varianten zu testen und den finanziellen Spielraum abschätzen zu können. Ist das Lieblingsprodukt konfiguriert, bieten qualifizierte Händler eine Speicheroption oder die Vereinbarung einen Beratungstermins vor Ort an.
Dekorative Produktkonfiguratoren arbeiten vorrangig mit dem Experimentieren von Farben und Formen des Produktes – deshalb sind hochwertige Fotomontagen das A und O. Der Kunde braucht ein möglichst realistisches Bild des Endproduktes. Im Idealfall ist eine reale Besichtigung nicht mehr nötig.
Webshops können mit dem passenden Konfigurator auf den ersten Blick überzeugen
Produktkonfiguratoren sind eine beliebte erste Anlaufstelle, um sich zu informieren und zu testen was für Möglichkeiten und Varianten bei dem Produkt vorliegen.
Dennoch ist die Konkurrenz groß – in Zeiten von Webshops und Onlineversand ist der Kunde nicht mehr an einen lokalen Händler gebunden und hat online die freie Auswahl.
Bereits auf dem ersten Blick sollte der Kunde von einem Produkt durch seine Darstellung überzeugt werden, damit er sich genau für Ihr Unternehmen entscheidet.

Daher sollte man sich nicht für irgendeinen Konfigurator entscheiden – sondern für den richtigen.

Alterra PCM (Product Configuration Management) ist eine Standardsoftware zur Verwaltung von Produktkonfigurationen. Die Software stellt standardisierte Funktionen zur Definition von Konfigurationsmöglichkeiten zur Verfügung. Auch komplexe Konfigurationszenarien können so einfach umgesetzt werden. Durch die offene Architektur ist das individuelle Customizing des Kunden-Frontends – also des Simulators - problemlos möglich.
Auch raffinierteste 3D Effekte können so stringent umgesetzt werden. In Alterra PCM werden Produktstammdaten, Media Assets und komplexe Regelwerke effektiv für den Webshop vorbereitet. Dabei laufen Produktdatenbestände und Konfigurationsszenarien separat. Alterra PCM arbeitet dabei webbasiert und kann so sehr leicht in die vorhandene IT-Umgebung integriert werden.

 

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